Honig ist nicht gleich Honig – und genau das macht ihn so besonders. 
Die große Vielfalt an Honigsorten sorgt dafür, dass jede Ernte ihren eigenen Charakter besitzt. Das Etikett auf dem Imker-Honigglas verrät, welche Köstlichkeit sich darin verbirgt.

Die Vielfalt der Natur spiegelt sich in einer beeindruckenden Auswahl an Honigsorten wider. Jede zeichnet sich durch ihr eigenes Aroma, ihre Farbe und ihren Geschmack aus. Diese Vielfalt lässt sich nur schwer beschreiben – am besten probieren Sie selbst.

 

Blütenhonig wird aus dem Nektar zahlreicher Blütenpflanzen gewonnen. Besonders häufig ist der Vielblütenhonig, dessen Nektar von vielen verschiedenen Pflanzenarten stammt. Je nach Region, Blütenangebot und Erntezeit entwickelt er ein ganz eigenes Aroma. Farbe, Duft, Geschmack und Konsistenz können daher stark variieren – von hell und mild bis kräftig und würzig. Neben Vielblütenhonigen gibt es auch Sortenhonige, die überwiegend aus dem Nektar einer bestimmten Trachtpflanze entstehen, beispielsweise Akazie, Linde, Löwenzahn oder Raps.

 

Frühtrachthonig stammt aus der ersten Honigernte des Jahres. Er wird überwiegend aus dem Nektar von Weiden, Obstblüten, Ahorn, Raps und weiteren Frühblühern gewonnen.
Typisch sind seine helle Farbe und sein angenehm mildes, feines Aroma. Besonders bekannt ist der Rapshonig, der durch seine cremige Konsistenz und seinen zarten Geschmack überzeugt.

 

Sommertrachthonig entsteht bei der Sommerernte und enthält – je nach Blütenangebot – unterschiedlich hohe Anteile von Blütennektar und Honigtau.
Seine Farbe, sein Duft und sein Geschmack verändern sich von Jahr zu Jahr und spiegeln die jeweilige Vegetation sowie die Witterung des Sommers wider. Dadurch ist jede Ernte einzigartig

 

Wald- und Honigtauhonige entstehen nicht aus Blütennektar, sondern aus dem Honigtau verschiedener Baumarten. Sie zählen zu den besonderen Spezialitäten unter den Honigen.
Typisch sind ihre dunkle Farbe, die meist flüssige Konsistenz und ihr kräftiges, malzig-würziges Aroma. Gleichzeitig zeichnen sie sich durch einen vergleichsweise hohen Mineralstoffgehalt aus. Bekannte Vertreter sind Wald-, Fichten- und Tannenhonig. Auch Eiche, Ahorn, Linde, Edelkastanie, Lärche oder Wilder Wein liefern Honigtau. Da das Auftreten von Honigtau stark von den Witterungsbedingungen abhängt, können diese Honige nicht in jedem Jahr geerntet werden und gelten deshalb als besondere Delikatesse.

 

Jede Region schmeckt anders und nicht jeder Imker kann jede Honigsorte anbieten. Sortenhonige entstehen nur dort, wo die entsprechenden Trachtpflanzen in ausreichender Menge vorkommen.

Bodenbeschaffenheit, Klima und die regionale Pflanzenwelt bestimmen das Angebot an Nektar, Pollen und Honigtau. Hinzu kommen die jährlichen Witterungsbedingungen wie Temperatur, Sonnenschein und Niederschläge. Sie beeinflussen maßgeblich, welche Tracht den Bienen zur Verfügung steht und wie der Honig schließlich schmeckt.

 

Jeder Jahrgang ist einzigartig. Ähnlich wie bei einem guten Wein besitzt auch jeder Honig seinen eigenen Charakter. Farbe, Duft, Bukett und Geschmack unterscheiden sich je nach Herkunft, Blütenangebot und Erntejahr.

Auch die Konsistenz ist vielfältig: Sie reicht von klar flüssig über zähflüssig bis hin zu feincremig. So wird jedes Glas Honig zu einem besonderen Genuss – und jeder Jahrgang zu einem neuen Geschmackserlebnis.

 

Weitere Informationen: https://deutscherimkerbund.de/230-Echter_Deutscher_Honig_Geschmack