Der Imker hat viel Zeit, Arbeit und Sorgfalt investiert, damit es seinen Bienen gut geht. Nun ist der erste Honig geerntet – ein besonderer Moment und der Lohn vieler Stunden engagierter Arbeit.
Doch mit der Ernte beginnt ein weiterer wichtiger Schritt: die Vermarktung des Honigs.
Die Entscheidung für das passende Honigglas sollte nicht erst kurz vor der Abfüllung getroffen werden. Wer sich frühzeitig informiert und plant, spart später Zeit und kann seinen Honig optimal präsentieren.
Grundsätzlich stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben neutralen Honiggläsern mit wiederverwendbarem Schraubverschluss gibt es das traditionelle Honigglas des Deutschen Imkerbundes e. V. (DIB).

Da die örtlichen Imkervereine dem Deutschen Imkerbund e. V. angeschlossen sind, empfiehlt es sich, die Vermarktung im DIB-Honigglas in Betracht zu ziehen.
Das DIB-Honigglas blickt auf eine über 90-jährige Tradition zurück und genießt bei Verbraucherinnen und Verbrauchern einen hohen Wiedererkennungswert. Es steht für Qualität, Regionalität und die Einhaltung der Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes.
Verwendet werden darf das DIB-Honigglas von Imkerinnen und Imkern, die Mitglied in einem dem Deutschen Imkerbund e. V. angeschlossenen Imkerverein sind und die vorgeschriebenen Schulungen erfolgreich absolviert haben (siehe unten).
Das DIB-Honigglas kann nicht direkt beim Deutschen Imkerbund e. V. bestellt werden. Es ist über Imkerfachgeschäfte sowie zahlreiche Imkereibedarfs-Shops erhältlich.
Voraussetzungen für die Verwendung des DIB-Honigglases
Das DIB-Honigglas darf nur vollständig mit allen Originalbestandteilen in den Verkehr gebracht werden:
- geprägtes DIB-Honigglas
- geprägter DIB-Deckel
- Original-Deckeleinlage
- DIB-Gewährverschluss
Außerdem ist die Teilnahme an einer entsprechenden Schulung erforderlich. Dabei werden unter anderem folgende Themen vermittelt:
- Rohstoffe des Honigs
- Inhaltsstoffe des Honigs
- Honigentstehung
- Honiggewinnung
- Honigverarbeitung
- DIB-Qualitätsrichtlinien
- Gesetzliche Grundlagen
Nach erfolgreicher Teilnahme und Erfüllung der Voraussetzungen darf das weithin bekannte DIB-Gütezeichen ohne zusätzliche Lizenzgebühren genutzt werden. Es fallen lediglich die Kosten für die Originalverpackung und deren Bestandteile an.
Qualitätssicherung und Überwachung
Der Deutsche Imkerbund e. V. schützt seine Warenzeichen und Qualitätsstandards durch regelmäßige Kontrollen.
Hierzu werden beispielsweise Marktproben durch beauftragte Vertrauensleute entnommen und in den Untersuchungsstellen des Deutschen Imkerbundes auf die Einhaltung der Qualitätsanforderungen geprüft. Beanstandungen oder Verstöße gegen die Warenzeichensatzung werden entsprechend geahndet.
So können sich Verbraucherinnen und Verbraucher darauf verlassen, dass Honig im DIB-Honigglas den hohen Qualitätsanforderungen des Deutschen Imkerbundes entspricht.